Parodontitis

Entzündung des Zahnhalteapparates

Parodontose ist streng genommen der falsche Ausdruck, richtig wäre „Parodontitis“, da es sich ja um eine Entzündung handelt, jedoch hat sich Parodontose im allgemeinen Sprachgebrauch eingebürgert.
Diese Entzündung betrifft zuerst nur das Zahnfleisch, greift später aber auch auf den Knochen über. Die Folge ist Zahnfleischrückgang, Abbau des Knochens, Zahnlockerung und schließlich Zahnverlust. Dieser Prozess kann über Monate oder Jahre dauern und ist häufig fast ohne Schmerzen, in den Folgen aber trotzdem gravierend!
Man sollte auf Alarmzeichen wie Zahnfleischbluten achten und Zähne wie Zahnfleisch regelmäßig vom Zahnarzt kontrollieren lassen.

Zahnfleischeintzündung durch ZahnfleischrückgangZahnfleischeintzündung durch Zahnfleischrückgang

Knochenabbau durch Parodontitis auf dem PanoramaröntgenbildKnochenabbau durch Parodontitis auf dem Panoramaröntgenbild

Wie entsteht Parodontitis?

Ursachen für diese entzündliche Erkrankung des Zahnfleisches und Zahnhalteapparates sind Zahnbelag, auch Plaque genannt, und die darin lebenden Bakterien, sowie Zahnstein und sonstige Ablagerungen.
Gifte aus dem Stoffwechsel der Bakterien wandern in das Zahnfleisch und lösen dort eine Entzündung aus. Im Laufe der Zeit lockert sich dadurch das den Zahn stützende Gewebe. Eine Zahnfleischtasche entsteht. Der Zahnbelag kann sich nun ungehindert auch unterhalb des Zahnfleischsaumes ausbreiten, denn er ist für die Zahnbürste nicht mehr erreichbar. Veränderungen in der Zusammensetzung der Bakterien verstärken nun die Entzündung. Durch ein Übergreifen auf den Kieferknochen verlieren die Zähne ihren Halt.


Gesund oder schon erkrankt? 


Gesundes Zahnfleisch hat eine blassrosa Farbe, füllt die Zahnzwischenräume vollständig aus und blutet bei Berührung nicht. Erkranktes Zahnfleisch ist gerötet, blutet leicht und ist häufig leicht geschwollen. Diese Vorstufe zur Parodontitis wird als Gingivitis bezeichnet. Bei Fortschreiten der Entzündung zieht sich das Zahnfleisch zwischen den Zähnen zurück. Es ist gerötet und teilweise deutlich geschwollen. Durch den Verlust an Knochensubstanz sind die Zähne bei Parodontitis häufig, aber nicht immer gelockert. 



Was gegen Parodontitis getan werden kann. 


Nur durch eine konsequente Analyse sowie ein auf Sie abgestimmtes Behandlungs- und Betreuungsprogramm können wir eine vorliegende Entzündung zum Stillstand bringen und den Abbau des Stützgewebes stoppen. Dabei muss die verursachende bakterielle Plaque an den Zahn- und Wurzeloberflächen sowie in den Zahnfleischtaschen vollständig beseitigt werden. Je nach Schweregrad der Entzündungen wird entschieden in welcher Form ein mehrstufiges Behandlungsprogramm angewendet wird.
Für den langfristigen Erfolg sind jedoch in hohem Maße Ihre Mitarbeit in Form einer sorgfältige Plaque-Entfernung der Zähnen und Zahnzwischenräumen von Bedeutung.



Regelmäßiger Recall, d.h. eine Kontrolle mehrmals pro Jahr sind für Parodontose Patienten unerlässlich. Auch nach einer Behandlung ist der Parodontose Patient seine Erkrankung keinesfalls los. Parodontose heilt nie zu 100% aus, wie es z.B. bei einem Armbruch der Fall ist. 
Parodontose-Patienten bleiben Zeit ihres Lebens gefährdet!

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